Schmerz- und      Angstkontrolle
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Ängstlichkeit und Schmerzempfindlichkeit sind bei uns Menschen so unterschiedlich wie die Haarfarbe. Wir haben aber einige Methoden um damit umzugehen. Zwei davon stellen wir Ihnen hier vor.

Lachgas

Was ist es? Wie wirkt es?

In vielen Ländern wird routinemässig N2O verwendet, auch im Krankenwagen bei Herzinfarktpatienten. Es ist ein farb- u. leicht süsslich riechendes Gas, nicht brennbar & schwerer als Luft. Es wird immer zusammen mit genügend Sauerstoff verabreicht. Eine Lachgasbehandlung ist keine Totalnarkose, die lebenswichtigen Reflexe werden nicht unterdrückt (Atmung /Schlucken), teilweise aber vermindert (Brechreiz). Es wirkt im Gehirn so lange es eingeatmet wird, indem es die körpereigenen Opiatrezeptoren besetzt, d.h. es wirkt schmerzlindernd und halluzinogen (wie Morphium in geringer Dosis). Es wird also im Körper nicht verbraucht und nicht abgelagert. Atmung & Herz-Kreislauf werden nicht belastet, eher etwas entlastet (vertiefte Atmung & Abschwächung d. Herzkraft). Epileptische Anfälle treten nicht auf und die Fähigkeit nach der Narkose autozufahren ist nicht eingeschränkt (kein «Kater»). Ausserdem ist es nicht allergiesierend.

Warum eine Lachgasnarkose?

Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig

  1. Kribbeln d. Finger/Hände/Füsse
  2. schwerer scheinende Glieder
  3. warmer Bauch
  4. schwebendes Gefühl
  5. immer noch ansprechbar
  6. hypnotisierende/halluzinogene Wirkung (optische & akustische Effekte)*
  7. euphorisierende Wirkung/«Lachgas»

in zu hohen Dosen können folgende Wirkungen auftreten:

  1. hysterisierende Wirkung «bad trip» (v.a. wenn Sie in schlechter psych. Verfassung sind)
  2. erotisierende Wirkung/sexuelle Fantasien bzw. Erregung (Gefühl der Nacktheit, Gefühl der Berührung der Genitalregion)
  3. Übelkeit, Erbrechen

Die meisten unangenehm empfundenen Erscheinungen treten bei Lachgaskonzentrationen über 50% auf. Wir verabreichen. in dieser Praxis deshalb keine höheren Konzentrationen an Lachgas. Das kann bedeuten, dass unter Umständen die behandlungsnotwendige Dosis nicht erreicht wird und die Therapie somit abgebrochen werden muss.

Gibt es Gründe gegen eine Lachgasnarkose?

Nur selten. Wenn Sie alle folgenden Fragen verneinen können, dann sind Sie oder Ihr Kind eine KandidatIn für diese beruhigende Behandlung.

Praxis